Drogen in Dresden – Es gibt auch Lösungen

(Dresden/ 09.08.2016) Die Jungliberalen Dresdens stellen sich gegen die problemorientierte rechte Demonstration „Keine Drogen in Dresden“, die zuletzt wieder am Montag stattfand.
„Vielleicht denken die Menschen, die sich da mit hinstellen, sie würden für eine gute und wasserdichte Sache demonstrieren – erkennen aber nicht ganz, was dahintersteht. Die Veranstalter der Demo bieten keine Lösungen für die angesprochenen Probleme, sie beschwören nur Ängste und Hass – und am Ende trifft der Hass die Falschen.“ gibt Sven Künzel, Vorsitzender der Dresdner Jungliberalen, zu bedenken. „Ich habe mir das Ganze am Montag selbst angeschaut. Sprüche wie ‚Drogendealer aller Welt – Verpisst euch!‘ führen nirgendwo hin, außer an den rechten Rand.“
Die Demonstrationen wurden in der Vergangenheit unter anderem von Pegida-Mitbegründer René Jahn beworben.
„Probleme gibt es ja tatsächlich, das lässt sich nicht zu leugnen. Bei Cannabis liegt die Lösung für uns auf der Hand – Legalisierung, da hätten am Ende alle gewonnen! Aber auch der Handel mit härteren Drogen ist nur möglich, weil es ja auch eine Nachfrage gibt – in Dresden bekanntermaßen insbesondere nach Meth. ‚Keine Drogen in Dresden‘? Das wird wohl mindestens auf kurze Sicht schwierig, wenn man keinerlei Lösungsvorschläge hat. Da hilft kein Wettern gegen Herrn Ulbig, hier müssen große Ideen her!“
Besitz und Handel von Drogen sind in Deutschland illegal. Portugal geht mit dem Problem anders um und ist damit sehr erfolgreich. Der Besitz von Mindermengen wurde entkriminalisiert und Abhängige so fortan als ernsthaft Kranke angesehen, denen geholfen werden muss. Präventionsmaßnahmen konnten menschenwürdig eingeleitet werden. Sowohl Konsum als auch Drogenkrimininalität sind bis heute rückläufig.
„Suchtkranke aus der schmierigen Kriminalität herausholen – das wäre ein Schritt, der gegangen werden könnte und der andererorts von Erfolg gekrönt war. Nicht Nordafrikaner sind hier das Problem – konservative Drogenpolitik ist es.“
In der Vergangenheit kam die Jungliberale Aktion oft in die Bre­douil­le, dass eine Entkriminalisierung unverantwortlich sei. Wir möchten anmerken, dass der jetzige Umgang mit der Problematik die Situation erst weiter verschlechtert. Daher sollten in erster Linie Verfechter konservativer Politik unter Rechtfertigungsdruck stehen – nicht Verfechter neuer konstruktiver Ideen.

Angstschweiß von Amts wegen – Koettnitz will Kletterfreunde ausbremsen

(Dresden/ 22.07.16)

Lieber Herr Koettnitz,

schmunzelnd und mit einem Augenzwinkern haben wir Ihre Sorgen um Leib und Leben von Mensch und Fledermaus zur Kenntnis genommen. Als gelerntem Ingenieur und Chef einer städtischen Baubehörde sind Ihnen die statischen Probleme um die Entwicklung der Landeshauptstadt bekannt: kein Fundament, dass nicht auf Sorgen gründet, keine tragende Argumentation, die nicht mit Zweifeln abgestützt wird und kein Richtfest ohne die Angst, dass Einem morgen wieder alles auf den Kopf stürzt.

Doch es ist schade, wenn der Chef der Dresdner Straßen nicht an Wege zur neuen Freizeitgestaltung glaubt. Stattdessen will man lieber nicht zu hoch hinaus, es seidenn bei der Aufschichtung angeblicher Hindernisse. Deren Überwindung erscheint dem liberalen Kletterfreund ungleich schwieriger als das fachlich gesicherte Bezwingen des Brückenbogens. Daher fordern wir auch weiterhin, die Waldschlösschenbrücke zum Klettervergnügen freizugeben. Getreu dem Motto „Dem Ingenieur ist nichts zu schwör“ vertrauen wir darauf, dass die baulichen Maßnahmen zur Absicherung ohne größere Probleme durchführbar sind.

Wenn aber zwischen Johannstadt und Radeberger Vorstadt kein sportiver Brückenschlag zu machen ist, sollten die Dresdner wenigstens stromaufwärts ihr Blaues Wunder erleben dürfen: Die Aussichtstürme der Loschwitzer Brücke könnten für Besucher geöffnet werden und so den Blick ins Elbtal vom Königstein bis zum Radebeuler Spitzhaus bieten.

Um Ihre zukünftige Unterstützung hoffend, grüßt Sie herzlich der
Kreisvorstand der Jungliberalen Aktion Dresden