Jungliberale lehnen Kauf von Enso Anteilen ab

Der Finanzausschuss der Landeshaupt Dresden hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, die Anteile Vattenfalls am Energieversorger Enso für 147 Millionen Euro zu kaufen.

Die Jungliberale Aktion Dresden spricht sich gegen einen Zukauf weiterer Enso-Anteile aus. Der Anteil, den die Stadt bisher hält, ist zur Wahrung ihrer Interessen völlig ausreichend.

„Es ist nicht Aufgabe der Landeshauptstadt Dresden die Grundsicherung für ganz Ostsachsen zu übernehmen,“ meint der Chef des FDP-Nachwuchses Thomas Kunz, „damit wird lediglich der eingeschränkte Wettbewerb auf dem Energiemarkt verschärft. Mit einem weiteren Zukauf von Enso Anteilen erleben wir eine Rekommunalisierung des ostsächsischen Energiesektors und damit die Renaissance längst vergangener Verstaatlichungen.“

Die Jungliberalen lassen auch die Mehreinnahmen durch den Anteilskauf nicht als Argument gelten. Kunz: „Es geht dabei um die grundsätzliche Frage, wie weit die Stadt sich als Unternehmer engagieren muss. Unter dem Dach der TWD ist ein riesiges Unternehmen entstanden, dass auf dem Energiesektor in Dresden eine erdrückende Übermacht gegenüber privaten Anbietern darstellt. Wir wollen mehr Wettbewerb unter privaten Energieanbietern und kein staatlich-kommunales Quasimonopol. Einen zweiten VEB Energiekombinat Dresden darf es deshalb nicht geben.“