Kompromiss um Public Viewing ist ein Witz

Die Jungliberalen Aktion Dresden (JuliA) ist über den so genannten Kompromiss um die Fußballübertragungen am Finanzministerium enttäuscht. Allein in der Vorrunde werden auch jetzt noch ein Drittel aller Spiele nicht am Elbufer gezeigt werden können.

„Als Stadt, die die U20-WM und im nächsten Jahr die Fußball-WM der Frauen zu Gast hat, gibt der Finanzminister Dresden nun der Lächerlichkeit preis,“ ärgert sich Thomas Kunz, Kreisvorsitzender des FDP-Nachwuchses, „wir müssen uns nicht wundern, wenn es die Landeshauptstadt unter diesen Umständen schwer hat, große Ereignisse an Land zu ziehen. In anderen Städten ist Public Viewing für alle Spiele möglich und das, obwohl auch dort um die Veranstaltungsorte Menschen noch arbeiten müssen. Doch scheinbar gelten für die Mitarbeiter des Finanzministeriums andere Regeln.“

Die Bereitschaft von Sponsoren sich finanziell zu beteiligen und die Überlegungen von RTL, ein WM-Studio für zwei Spiele einzurichten, zeigen, welch positiver Effekt vom Public Viewing der EM 2008 ausgegangen ist. Damals wurde im Finanzministerium übrigens auch an einem Haushalt gearbeitet, dem Doppelhaushalt des Landes von 09/10.


Kunz: „Was zur EM 2008 geklappt hat, sollte erst recht zur Weltmeisterschaft möglich sein. Zumal wir als Jungliberale die Angestellten im Finanzministerium gern unterstützt haben und ihnen für allzu laute Torjubel Ohrstöpsel geschenkt haben.“

Die Jungliberale Aktion um JuliA-Stadtrat André Schindler hat am Mittwoch, dem 05.05.2010, für besonders lärmanfällige Finanzbeamte Ohrstöpsel übergeben, damit diese in Ruhe weiter am Haushalt arbeiten können und eine Übertragung der Fußballspiele am Elbufer dennoch möglich ist.

Die Jungliberalen haben bereits in der Vergangenheit Fehltritte von Ministern mit einer Aktion bedacht, so bekam z.B. Thomas Jurk ein Präsent zur Kellenaffäre und Gert Mackenroth zur Klodeckelaffäre.